Heute noch das EuGH-Urteil nutzen und Darlehen widerrufen.

Die von den meisten Banken verwen­deten Verträge sind nach dem Urteil des höchsten Europäi­schen Gerichts (EuGH) für Verbrau­cher in einem entschei­denden Punkt unver­ständ­lich. Doch dies darf nicht zum Nachteil des Verbrau­chers führen – deswegen haben Kredit­nehmer jetzt die Möglich­keit, ihren Kredit auch heute noch zu wider­rufen, auch wenn der Kredit vor Jahren abgeschlossen wurde.

Dies betrifft insbe­son­dere Immobi­lien-Kredite und KfZ-Kredite.
So können Sie etwa ihren im Jahr 2013 geschlos­senen Immobi­lien-Kredit mit einem Zinssatz von 3,5 % wider­rufen und einen neuen Kredit heute zu einem Zinssatz von 1 % abschließen. Ein Zinsge­winn von 2,5 % pro Jahr! Sie können ihr finan­ziertes Auto noch Jahre nach dem Kauf zurück­zu­geben und im Gegenzug alle gezahlten Raten sowie die Anzah­lung zurück­zu­er­halten.

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Die anwalt­liche Prüfung Ihres Darle­hens ist für Sie kostenlos und ohne jegliche Verpflich­tungen.

EuGH Widerrufsjoker: Kredite in Höhe von 1,5 Billionen Euro in Deutschland betroffen

Die Tragweite des Urteils ist enorm: Allein die Summe der Wohnungs­bau­kre­dite an private Haushalte für den Zeitraum Juni 2010 bis März 2016 beträgt für Deutsch­land rund 1,2 Billionen Euro. Das Volumen der relevanten Autokredit- und Leasing­ver­träge beträgt weitere 340 Milli­arden Euro. Insge­samt  sind rund 1,5 Billionen Euro Kredit­vo­lumen somit betroffen.

Zögern Sie nicht und lassen Sie Ihren Darle­hens­ver­trag kosten­frei von uns auf Fehler prüfen. Mögli­cher­weise sparen Sie durch den Wider­rufs­joker mehrere tausend Euro.

Um was geht es konkret?

​Kredit­ver­träge mit Verbrau­chern müssen klare und verständ­liche Hinweise auf den Beginn von Wider­rufs­fristen enthalten.

​Der EuGH hat nun klarge­stellt, dass der seit 2010 in fast sämtli­chen Kredit­ver­trägen verwen­dete Verweis auf § 492 Abs. 2 BGB, der seiner­seits wieder auf weitere Regelungen verweist, die ihrer­seits auf weitere Regelungen verweisen („Kaska­den­ver­weis“), ist für Verbrau­cher so nicht nachzu­voll­ziehen und ist unwirksam.

​Die Folge ist, dass die Darle­hens­nehmer noch heute wider­rufen können, weil ihnen nicht ordent­lich mitge­teilt wurde, bis wann die Wider­rufs­frist abläuft. ​

Beispiel:

Im Text der Wider­rufs­be­leh­rung heißt es dazu:

„Die Frist beginnt nach Vertrags­schluss, aber erst, nachdem der Darlehens­nehmer alle Pflicht­angaben nach § 492 Abs. 2 BGB (z. B. Angaben zur Art des Darle­hens, Angabe zum Nettodarlehens­betrag, Angabe zur Vertrags­lauf­zeit) erhalten hat“.

Ein juris­tisch nicht vorge­bil­deter Kunde wird es kaum schaffen, den Verweisen im Gesetz bis zum Schluss zu folgen – er verliert sich im „Paragrafen – Dschungel“.

​An dieser Stelle greift der Wider­rufs-Joker. Beispiels­rech­nung für die ersparten Aufwen­dungen:

Umschuldung Immobilienkredit

Darle­hens­höhe 120.000 Euro
Abschluss­jahr 2012
Zinssatz 4,0 %
Ersparnis durch Umschul­dung Rund 12.000 Euro

Vorfälligkeitsentschädigung sparen

Darle­hens­höhe 250.000 Euro
Abschluss­jahr 2013
Restlauf­zeit der Zinsbin­dung 5 Jahre
Gesparte Vorfällig­keits­entschädigung Rund 25.000 Euro

HÄUFIGE FRAGEN

Die EU hat festge­legt, dass Verbrau­cher einen Darle­hens­ver­trag 14 Tage nach Vertrags­ab­schluss wider­rufen können sollen. Die 14-Tages­frist hat aber bei den meisten Darle­hens­ver­trägen noch nicht zu laufen begonnen, weil die Banken die Wider­rufs­be­leh­rung fehler­haft gestaltet haben. Darum besteht noch heute die Möglich­keit, den Widerruf zu erklären: Der Wider­rufs­joker

Anders als bei einer Kündi­gung eines Darle­hens­ver­trags (dort wird der Vertrag „zu Ende gerechnet“ einschließ­lich der Vorfäl­lig­keits­ent­schä­di­gung) werden beim Widerruf beide Seiten (Kunde und Bank) so gestellt, als wäre der Vertrag erst gar nicht geschlossen worden.

Wider­rufbar sind Altkre­dit­ver­träge, die zwischen dem 11. Juni 2010 und dem 21. März 2016 abgeschlossen wurden.
Durch das Gesetz zur Umset­zung der Wohnim­mo­bi­li­en­kre­dit­richt­linie wurde § 356 b Abs. 2 BGB geändert. Seit dem 21. März 2016 beträgt die maximale Wider­rufs­frist für Immobi­li­en­kre­dit­ver­träge 1 Jahr und 14 Tage. Demnach können Stand April 2020 neuere Darle­hens­ver­träge nur noch wider­rufen werden, wenn sie Mitte März 2019 abgeschlossen wurden.

Der Kunde und die Bank sind so zu stellen, als wäre der Vertrag erst gar nicht geschlossen worden. Der Kunde muss der Bank das ausge­reichte Darlehen zurück­zahlen und muss für die Zukunft keine Vorfäl­lig­keits­ent­schä­di­gung bezahlen. Gezahlte Zinsen verbleiben im Grund­satz bei der Bank, aber die Bank muss den Kunden dafür entschä­digen, dass sie mit dem gezahlten Zins und der Tilgung arbeiten konnte. Hier kann eine Entschä­di­gung von bis zu 2,5 % p.a. auf gezahlte Zinsen und Tilgung ausge­spro­chen werden.
In der Praxis verhan­deln wir nach erfolgtem Widerruf mit den Banken über neue Darle­hens­kon­di­tionen. Wegen der aktuell absolut niedrigen Zinsen sich durch diese Verhand­lungen oftmals viele tausende Euros sparen. Mit anderen Worten: Durch den Wider­rufs­joker können Sie also günstig „umschulden“.

Sie erhalten von uns eine kosten­lose Erstein­schät­zung zur Prüfung Ihres Darle­hens­ver­trags.
Wenn Sie kein Recht zum Widerruf haben – teilen wir Ihnen dies kostenlos mit.
Wenn Ihnen nach unserer Einschät­zung ein Wider­rufs­recht zusteht, bekommen Sie auch diese Einschät­zung kostenlos.

  • Wir übersenden Ihnen das vorfor­mu­lierte Schreiben an Ihre Bank, mit dem Sie den Widerruf erklären.
  • Wenn die Bank den Widerruf akzep­tiert, rechnen wir , rechnen wir wie folgt ab:
    • bei einer Darle­hens­summe von bis zu EUR 50.000,00: pauschal EUR 500,00 netto
    • bei Darle­hens­summen von EUR 50.000,00 – 100.000,00: pauschal von EUR 750,00 netto
    • bei Darle­hens­summen von EUR 100.000,00 – 200.000,00: pauschal EUR 1.000,00 netto.
    • bei Darle­hens­summen von EUR 200.000,00 – 500.000,00: pauschal EUR 1.500,00 netto.
    • bei Darle­hens­summen von über EUR 500.000,00: pauschal EUR 2.000,00 netto.
  • Wenn die Bank den Widerruf nicht akzep­tiert, hängt der weitere Ablauf davon ab, ob Sie eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung haben:
    • Wenn Sie eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung haben, liegt bei der Ableh­nung des Wider­rufs ein sog. „Rechts­schutz­fall“ vor. Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung muss nun die Kosten für Ihren Anwalt übernehmen. Wir holen die Deckungs­zu­sage bei der Rechts­schutz­ver­si­che­rung für einen Pauschal­be­trag von EUR 100,00 netto dort ein. Wir können die meisten Rechts­schutz­ver­si­che­rungen davon überzeugen, ihren Kunden die Deckung zu gewähren. Danach rechnen wir die Kosten der anwalt­li­chen Vertre­tung gegen­über der Bank mit der Rechts­schutz­ver­si­che­rung ab. Nachdem die Kosten­tra­gung geklärt ist, treten wir gegen­über der Bank auf.
    • Wenn Sie keine Rechts­schutz­ver­si­che­rung haben, müssen Sie die Entschei­dung treffen, ob Sie uns auf Ihre Kosten nach den folgenden Gebühren mit der Vertre­tung gegen­über der Bank beauf­tragen wollen:
    • bei Darle­hens­summen von EUR 50.000,00 – 100.000,00: pauschal von EUR 750,00 netto
    • bei Darle­hens­summen von EUR 100.000,00 – 200.000,00: pauschal EUR 1.000,00 netto.
    • bei Darle­hens­summen von EUR 200.000,00 – 500.000,00: pauschal EUR 1.500,00 netto.
    • bei Darle­hens­summen von über EUR 500.000,00: pauschal EUR 2.000,00 netto.
  • Wenn außer­ge­richt­lich wider Erwarten keine Einigung mit der Bank erzielt werden kann, können wir die Bank gericht­lich in Anspruch nehmen.
    • wenn Sie rechts­schutz­ver­si­chert sind, rechnen wir die Kosten mit Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung ab.
    • Wenn Sie nicht rechts­schutz­ver­si­chert sind, müssen Sie für einen Rechts­streit zunächst die gesetz­li­chen Anwalts­ge­bühren und die Gerichts­kosten vorstre­cken. Wenn wir gewinnen, muss die Bank diese Kosten erstatten. Hier besteht ein wirtschaft­li­ches Risiko, denn gericht­liche Entschei­dungen können nicht vorher­ge­sehen werden, auch wenn die besten Gründe dafür sprechen, dass Sie im Recht sind.